Kehr um!
Ein kleiner Impuls zum Nachdenken
So bekehre dich nun zu deinem Gott,
halte fest an Barmherzigkeit und Recht
und hoffe stets auf deinen Gott.
(Hosea 12,7)
Der Monatsspruch für Juli ist eine klare Aufforderung: „Kehr um! Halte fest! Hoffe stets!“ Kann man Umkehr befehlen? Gott, der Herr dieser Welt ist es, der hier redet. Und er hat ein Recht darauf, mit seinem Geschöpf so zu sprechen.
Gott wirbt durch den Propheten Hosea um Israel. Hosea ist mit seinem ganzen Leben ein wandelndes Zeugnis für Gottes Werben um ein Volk, das sich nicht um ihn schert. Hosea muss eine Prostituierte heiraten, die „fremdgeht“ und die Ehe bricht. Daran leidet er unendlich und wird dadurch zum Leidensgenossen Gottes. Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, ist diese wunderbare Gemeinschaft mit seinem Volk eingegangen. Gott hat uns Menschen zu seinem Du geschaffen. Wir sind also nicht nur seine Geschöpfe, die tief unter ihm stehen, sondern Gott hat uns heraufgehoben und in seine Gemeinschaft gezogen.
Die Menschen - nicht nur die Israeliten zur Zeit Hoseas, sondern auch die modernen Menschen - stehen in der Gefahr, in diesem Sinn Ehebruch zu begehen, dass sie vom Herrn weglaufen und den Göttern nachlaufen, die gerade modern und „in“ sind.
Wie sehen solche Götter in unserer heutigen Zeit aus?
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und überlegen Sie, was Sie im Laufe eines Tages am meisten beschäftigt. Worum kreisen Ihre Gedanken, wenn Sie zur Ruhe kommen, z.B. vor dem Einschlafen? Können Sie mit dem Herrn darüber reden? Oder ist eine Sperre da, als ob Gott davon nichts wissen dürfte? Wollen Sie Jesus irgendwie aus einem Bereich Ihres Lebens heraushalten? –
Wenn Sie die letzte Frage mit einem „Ja“ oder „Jein“ beantwortet haben, dann beherzigen Sie diesen Aufruf: „Kehr um! Kehr zurück zu Jesus Christus! Lass ihn wieder Herr in deinem Leben sein! Klammere dich an seine vergebende Liebe! Gott hat sich seinen Sohn vom Herzen gerissen, um ihm deine Sünde aufzubürden. In Jesus Christus ist der Bruch geheilt, die zerstörte Beziehung wieder hergestellt. Du darfst dich auf Gottes Vergebung einlassen und kannst dich auf sie verlassen. Also hoffe beharrlich und zu jeder Zeit auf den Herrn, deinen Gott!“
Von Herzen wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sommer
Ihre Predigerin Gertrud Kurrle